Raspberry Pi Grundinstallation – Raspbian Jessie

Im Rahmen meines Smarthome Projektes habe ich mir einen Raspberry Pi 3 angeschafft. Auf diesem muss zunächst ein Betriebssystem installiert werden. Ich entscheide mich da für das aktuelle Raspbian Jessie, das vom Hersteller des Raspberry Pi entwickelt und unterstützt wird.

Wie das funktioniert erläutere ich hier.

Ich habe mir meinen Raspberry Pi 3 Model B (Amazon Link) inklusive auf der SD-Karte vorinstalliertem „NOOBS“ gekauft, das ist eine Art Betriebssystem-Installationsassistent.

openHABian Installation

Seit einiger Zeit gibt es das komplette SD-Karten-Image (Abbild) openHABian, das schon openHAB in der aktuellsten Version installiert hat und einige andere Features und nützliche Programme beinhaltet. Es klingt echt super und kann mit dem kostenlosen Programm Win32 Disk Imager auf eine SD-Karte geschrieben werden. Nähere Informationen dazu im Link oben.

Da es das aber noch nicht gab als ich mit openHAB angefangen habe und ich nicht weiß ob das Modul HM-MOD-RPI-PCB damit funktioniert, gehe ich hier nicht weiter darauf ein, sondern erkläre den „ganz normalen Weg“ über Raspbian Jessie.

Raspbian Jessie with Pixel Installation

Die aktuelle Version von Raspbian Jessie heißt „with Pixel“, so heißt dort die Benutzeroberfläche bzw. die Zusammenstellung der Pakete dafür. Die Grundinstallation hier ist ziemlich simpel und eigentlich auch selbsterklärend.

  • Raspi an TV, Tastatur und Maus anschließen
  • Optional Netzwerkkabel einstecken (ansonsten auch per WLAN möglich)
  • SD Karte einstecken
  • Stromkabel anschließen und somit starten

und schon lädt NOOBS.

Wenn das System geladen ist, könnt ihr bei Bedarf eine WLAN-Verbindung herstellen. Besteht die Verbindung, so schlägt das System mehrere Betriebssysteme vor, die online heruntergeladen und installiert werden. Unter Umständen ist Raspbian schon auf der Karte vorinstalliert und offline installierbar. Trotzdem glaube ich ist es besser es online herunterzuladen zu lassen, da in dem Fall die neuste Version installiert wird.

Quelle: https://www.raspberrypi.org/blog/introducing-noobs/

Das Bild ist nicht von der aktuellsten NOOBS-Version, aber sieht sehr ähnlich aus. In der aktuellen Version wird auch eine Windows 10 IoT Version angeboten – aber hier kann ich sagen, das ist kein „richtiges“ Windows sondern nur für Entwickler und als eine Art Entwicklungsumgebung geeignet.

Wir wählen Raspbian aus, das auch als empfohlen (recommended) angezeigt wird.

Die Installation beginnt und nach einiger Zeit ist sie abgeschlossen und das System startet.

In der Grundinstallation sind nicht alle Symbole zu sehen wie bei mir, aber es sieht schon ziemlich genauso aus. Über das Symbol oben rechts könnt ihr eine WLAN-Verbindung herstellen.

Eines vorweg: Für die Installation des „YAHM“ später (für das HM-MOD-RPI-PCB Modul) war es bei mir notwendig eine LAN-Netzwerkverbindung zu haben, also mit Netzwerkkabel. Tatsächlich ist mein also Raspi über beides verbunden, LAN und WLAN. Auf die Installation und Konfiguration des Moduls gehe ich in kommenden Beiträgen ein.

Aktualisieren des Raspberry Pi

Nach der Installation ist es eine gute Idee erstmal ein Update durchzuführen.

Dazu öffnet ihr oben links die Console:

Darin werden die folgenden Befehle eingegeben:

sudo apt-get update

Das „sudo“ vorne muss hinzugefügt werden, damit der Befehl mit Admin-Rechten ausgeführt wird (= „Service User Do…“). „Apt-get update“ aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete. Es wird also noch nichts aktualisiert, sondern nur der „Katalog“ bzw. die Liste der aktuell verfügbaren Pakete inkl. Version heruntergeladen.

Sobald der Prozess fertig ist, können mit dem Befehl

sudo apt-get upgrade

alle installierten Pakete tatsächlich aktualisiert werden, anhand der Informationen, die vorher heruntergeladen wurden. Das kann durchaus mehrere Minuten dauern.

Alternativ gibt es noch den Befehl

sudo apt-get dist-upgrade

mit dem evtl. auch Pakete entfernt oder ausgetauscht werden. Das ist dann wie ein komplettes Update, also gleicht dem Herunterladen eines neueren Raspbian-Images und einer frischen Installation. Z.B. wenn man noch ein älteres Image hat (ohne Pixel“), so werden die Pakete dann so aktualisiert, als habe man es inkl. Pixel installiert.

sudo rpi-update

Aktualisiert die wichtigen Betriebssystem-Dateien (Kernel), und sollte nicht allzu oft verwendet werden und am Besten auch erst nach einer Sicherung der SD-Karte. rpi-update benötigt anschließend einen Neustart des Raspberrys. Das geschieht über das „Start-Menü“ oder über die Console mit „sudo reboot“.

Solltet ihr kein NOOBS vorinstalliert haben und nicht wollen, so gibt es natürlich die Möglichkeit Raspbian Jessie direkt auf die SD-Karte zu kopieren und dann zu installieren. Dazu gibt es offizielle Anleitungen, sodass ich hier nicht weiter darauf eingehe. Allerdings ist es wohl nicht ganz so einfach wie mit NOOBS, also für Anfänger nicht unbedingt zu empfehlen.

Allgemeine Raspberry Einstellungen

Unter dem „Start“-Menü gibt es ansonsten noch weitere Einstellungen wie Sprache (es ist standardmäßig Englisch), Tastatur-Layout, Hostname, Passwort des Standardbenutzers „pi“ und so weiter. Dort lohnt es sich reinzuschauen.

Nächste Schritte

In den nächsten Schritten gehe ich auf die Installation einer aktuellen Java- und openHAB-Version ein, sowie auf das Deinstallieren unnötiger Programme. Außerdem thematisiere ich die Konfiguration einer VNC-Verbindung, damit remote auf den Raspberry zugegriffen werden kann.

War diese Anleitung soweit verständlich und schlüssig?

Raspberry Pi Grundinstallation – Raspbian Jessie
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Kommentare

  1. Ich spiele auch schon länger mit dem Geganken, mir nen Raspberry Pi anzuschaffen. Mein ursprünglicher Plan, war das Gerät als kleinen Server für meine Website laufen zu lassen. Aber je nachdem, wie viele Besucher gleichzeitig anwesend sind, kann das schnell zu langen Ladezeiten führen, denke ich. Naja, wäre auch eigentlich mehr Spielerei und einfach aus Interesse gewesen, als wirklich ne praktikable Lösung. Vielleicht kaufe ich mir trotzdem mal eins, einfach um ein bisschen herzumzuprobieren. Ist ja auch an sich ne sympathische Firma.

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