Netzkino Online TV – ein Streifzug

Wie schön ist es doch, wenn man das Kino auf das Notebook zuhause holen und einfach den Lieblingsfilm zur gewünschten Zeit aus dem Netz holen kann. Wer online Filme sehen möchte, hat es jedoch nicht immer einfach aus dem Dschungel an unterschiedlichen On-Demand-Video-Anbietern legale und kostenfreie Portale zu finden. Netzkino.de, ein junges Start-up Unternehmen mit Sitz in Berlin, bezeichnet sich nun als „das erste und einzige legale und kostenlose Spielfilmportal im deutschsprachigen Raum.“

Netzkino ermöglicht es dem Nutzer kostenlos durch ein stetig wachsendes Angebot von Filmen zu stöbern und dies ganz ohne Registrierung. Die Nutzer erfahren in gewisser Maßen einen Streifzug durch „Themenkinos“, welche die klassischen Genre Kategorien hinter sich lassen. Auf diese Weise schafft es Netzkino sein Angebot flexibel und den Wünschen der Nutzer entsprechend zu gestalten.

Netzkino

So zeigt zum Beispiel die Rubrik „Starkino“ Filme mit prominenter Besetzung und Stars. „Spaßkino“ präsentiert hingegen mehr Komödien und unter „Arthousekino“ finden alternative Filmliebende eine Auswahl an Filmen, die nicht dem „Mainstream“ entsprechen: Klassiker, sowie Kunst- und Literaturverfilmungen. Egal was das Herz begehrt, ob Horror oder Romanze, für jeden ist das Richtige dabei. Zudem findet der Nutzer eine ausführliche Filmbeschreibung, wenn er auf eine Filmauswahl klickt. Hier können auch Nutzer, die den Film schon gesehen haben, ihre Meinung abgeben oder einen Facebook-Like abgeben.

Legal oder illegal? – Wie wird Netzkino finanziert?

Wie bereits geschildert ist es manchmal sehr schwer für Nutzer zu erkennen, ob kostenlose Videoportale legal sind. So erläuterte der Geschäftsführer von Netzkino, Daniel Schmidt, in einem Interview wie gesetzestreue Online Video Portale daran erkannt werden, ob Werbung vorhanden ist: „Bei legalen Anbietern gibt es fast immer professionelle Werbeclips vor den Filmen.“ Und genau so finanziert sich Netzkino – über Werbung:

„Wir machen dies so wie das freeTV, über Werbung. Vor, in und nach jedem Film schalten wir Werbespots (sog. Prerolls, Midrolls und Postrolls). Dabei bemühen wir uns, das Publikum nicht mit zu vielen Werbespots abzuschrecken. Einige Werbespots kann man auch wegklicken oder überspringen.“

Das Prinzip von kostenfreien Videoportalen liegt zumeist darin, dass Anbieter die Filmrechte erwerben und damit die Filme im Netz veröffentlichen dürfen. Dies wiederum wird über Werbeeinnahmen finanziert. Der Zuschauer hingegen muss Werbung in Kauf nehmen, kann aber die gewünschten Filme egal zu welcher Tages/Nachtzeit ansehen. Generell handelt es sich um das gleiche Prinzip wie auch bei Privatfernsehsendern wie zum Beispiel Pro7 oder RTL – nur ist es flexibler, individualisierter und eben online vor dem Notebook und nicht mehr vor dem Fernseher. Nach Verbraucherschützerin Lina Ehrig sei ein weiteres Kennzeichen nicht nur die Werbung, sondern auch die Aktualität der Filme, die online veröffentlicht werden: „Wenn eine Online-Plattform einen aktuellen Kinofilm zeigt, dann ist das meistens illegal“, so Ehrig. Netzkino entspricht daher auch diesem Kriterium, denn es zeigt nur die beliebtesten Filme aus unterschiedlichen Jahrgängen.

Netzkino als App

Die Idee von Netzkino erfreut sich sehr starker Beliebtheit, daher will sich das aufstrebende Start-up nun auch im mobilen Markt etablieren mit Apps, die Netzkino auch mobil konsumierbar machen sollen. Netzkino strebt nach eigenen Angaben eine „360 Grad“ Gerätelösung an: „Noch in 2012 soll es Netzkino auf allen Geräten geben. Ob auf dem Fernseher, dem Smartphone, dem Tablet oder als App im neuen Windows 8 Betriebssystem.“ Es bleibt jedoch abzuwarten, ob sich eine Mobil-Version in Deutschland durchsetzen wird.

Über den Autor

Louise Miller, 27, lebt in London. Sie studierte an der City University und schrieb ihre Master-Arbeit zum Thema „Soziale Medien und Unternehmen“. Augenblicklich arbeitet sie als freiberufliche Journalistin.

Netzkino Online TV – ein Streifzug
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Kommentare

  1. Wenn das Angebot passt ist es interessant, jedoch gibt es meines Wissens keinen Anbieter, der das bietet was man sehen will…

  2. Klingt zu schön um wahr zu sein. Aber auch alte Klassiker haben ja bekanntlich ihren Reiz. Ich werde mir das aber mal anschauen. Ist vielleicht sogar eine echte Alternative zur Glotze und den werbezerstückelten Filmen.

    • Hallo Paul,
      um ehrlich zu sein habe ich nichts gegen Werbepausen in den Filmen. Dadurch ist es möglich bessere Filme zu sehen, da die Sender so Einnahmen generieren. Und außerdem gibt es Situationen, in denen man auch mal aufstehen muss, aber nichts verpassen möchte 😉

  3. Ich bin ziemlich beeindruckt von Netzkino. Hier geht es wirklich nur darum alles so einfach für den Nutzer zu gestallten wie möglich. Ich bin gespannt was daraus wird und wie Netzkino sich entwickeln wird.

  4. Matthias am 22. Oktober 2012 um 16:09 sagte:

    Um es zu erwähnen. MyVideo fährt diese Schiene auch schon seit einiger Zeit.

  5. Ich hab irgendwo gelesen, dass 2013 VoD gleich viel Umsatz machen soll, wie DvD Verkäufe. Und dabei sollte bedacht werden, dass die Herstellungskosten ja wesentlich geringer sind. Alleine schon, da es keine Lagerungskosten gibt. Mit anderen Worten, der Gewinn für die Produktionsfirmen ist höher. Kein Wunder also, dass es immer mehr Plattformen gibt, auf denen man VoD schauen kann.

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