Anonym Surfen mit TOR Project

The Onion Routing Project erlaubt es ohne Installation von Zusatzprogrammen anonym im Internet zur surfen. Der Name, der auf ein Zwiebel-Prinzip hinweist, beschreibt dabei die Vorgehensweise recht deutlich: Der Datenfluss wird über mehrere „Schichten“, also Proxy-Server, in der ganzen Welt umgeleitet, sodass ein Zurückverfolgen kaum möglich ist. Zusätzlich wird die Verbindung zwischen jedem Knoten erneut verschlüsselt.

Unter www.torproject.org kann das entsprechend Paket heruntergeladen werden:

TOR Download

Dieses gibt es in mehreren Sprachen, auch in Deutsch. Wird die exe-Datei anschließend ausgeführt, so bietet sie an sich an einen beliebigen Pfad zu entpacken:

TOR self-extracting archive

Anschließend gibt es nun den Ordner „Tor Browser“ im angegebenen Ort. Dieser enthält eine Portable Version des Firefox, inklusive einiger Plugins, sowie die Datei „Start Tor Browser.exe“.

TOR Start Browser

Führt man diese aus, so bereitet die Datei alles für den sicheren Zugang vor:

TOR Kontroll-Panel

Hier können viele Einstellungen gemacht werden. Müssen aber nicht, denn die Software ist von Haus aus sicher eingestellt. Nach einer Weile startet dann der TOR-Browser:

TOR Browser Firefox

Nun surft der Benutzer anonym und nicht nachverfolgbar.

Wie anonym ist Tor wirklich?

Tor wurde ursprünglich durch die U.S. Navy entwickelt, um die Kommunikation der Regierung zu schützen. Heute wird es von vielen „normalen“ Menschen, Milirät, Journalisten, Polizeibeamten, Aktivisten und vielen anderen Menschen verwendet.

Die folgenden drei Bilder zeigen die Kommunikation auf:

Wie Tor funktioniert 1

Wie Tor funktioniert 2

Wie Tor funktioniert 3

Quelle der Bilder: About Tor.

Die Daten werden Über mehrere Computer verschickt und zwischen jedem Punkt neu verschlüsselt. Die Computer werden dabei zufällig ausgewählt, wobei auch der eigene Computer für einen kleinen Teil des Traffics von anderen als Proxy dienen kann. Die verwendeten Kommunikationsknoten stehen dabei überall auf der Welt.

Diese Routen werden ständig verändert und sind somit kaum zurückverfolgbar.

Tor löst nicht alle Probleme der Privatsphäre, da es sich lediglich um die Datenkommunikation kümmert. Jedoch ist der mitgelieferte Browser auch so eingestellt, dass er keine Spuren hinterlässt – so gut es geht.

Wie immer gilt: 100%ige Sicherheit gibt es nicht, und wird es auch nie geben!

Um die eigene Anonymität zu schützen sollten keine Dateien heruntergeladen und ausgefügt werden, aber auch keine Formulare und ähnliches im Internet ausgefüllt werden.

Jedoch funktioniert Tor so gut, dass es sogar in China und anderen Ländern mit staatlicher Zensur eingesetzt werden kann. Die Staats-Firewalls sind aktuell nicht in der Lage die Tor-Kommunikation zu blocken, sodass die Zensur umgangen wird und den Menschen ein freies Internet zur Verfügung steht.

Kostet Tor Geld?

Nein. Tor wird von Freiwilligen weiterentwickelt und kann kostenlos und ohne Einschränkung genutzt werden. Selbstverständlich freuen sich die Entwickler aber über eine kleine Spende, die hier getätigt werden kann.

Das Torproject bietet mehrere Programme und Dienste, die zur Sicherheit im Internet beitragen. Dies wären aktuell:

  • Torbutton
  • Tor Browser Bundle
  • Vidalia
  • Arm
  • Orbot
  • Tails
  • Onionoo
  • Metrics Portal
  • Tor Cloud
  • Obfsproxy
  • Shadow
  • Tor2web

Was die einzelnen Tun und wofür sie sind, kann auf der Seite Tor Projects nachgelesen werden.

Alle Tor-Programme stehen für Windows (Win32), Mac OS X sowie Linux/BSD/Unix zur Verfügung.

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Kommentare

  1. wenn es von der U.S. Navy entwickelt wurde … dann taugt das Tool auch was.
    Ich finde ein recht interessantes Tool vor allen Dingen braucht man keine Software zu installieren.
    Ich werde es gleich mal ausprobieren 🙂

  2. Klingt sehr, sehr interessant. Ich werde das mal versuchen. Ich bin in Sachen IT nicht soooo der Experte. Falls ich es doch hinbekomme, ist das auf jeden Fall ein Kompliment für die Software.

  3. Für Die, die in Sachen IT nicht soooo der Experte sind.

    Auf der Webseite http://anondat.com findet Ihr das notwendige Basiswissen (Anonymität im Netz).

  4. Ich werde die Software auch mal ausprobieren. Finde die Idee nicht schlecht.
    http://www.22colors.de

  5. Wir haben es ausprobiert. Gute Idee, aber alles läuft viel zu langsam. Schade.

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